Witwenrente und Minijob

17 Jan 2017
Versicherungen
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Witwenrente und Minijob

Bezieher von Witwenrenten oder Witwerrenten können neben dieser Rente eine Beschäftigung ausüben. Wenn es sich um eine geringfügige Dauerbeschäftigung handelt, deren Entgelt monatlich 450 € nicht übersteigt, hat dies keine Auswirkungen auf die Witwenrente, da hier ein höherer anrechnungsfreier Betrag vorgesehen ist. Für das Entgelt muss der Arbeitgeber pauschale Beiträge zur Krankenversicherung in Höhe von 13% an die Minijobzentrale zahlen. In der Rentenversicherung besteht ab 2013 Versicherungspflicht, so dass der Arbeitgeber einen beitrag von 15% und der Arbeitnehmer von 3,7% zu zahlen hat. Hiervon kann man sich befreien lassen, so dass der Arbeitgeber lediglich Pauschalbeiträge von 15% zahlen musss. Wird die Beschäftigung im Privathaushalt ausgeübt, dann sind für die Rentenversicherung und Krankenversicherung jeweils nur 5% pauschale Beiträge zu zahlen. Die pauschalen Krankenversicherungsbeiträge fallen nur an, wenn die Rentner Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung ist. Handelt es sich bei der Beschäftigung um ein auf höchstens 2 Monate oder 50 Arbeitstage befristetes Arbeitsverhältnis, spielt die Höhe des Entgeltes keine Rolle für die Sozialversicherung. Es tritt keine Versicherungspflicht ein. Auch sind aus einer solchen kurzfristigen Beschäftigung keine pauschalen Beiträge zu zahlen. Allerdings sollte hier die Rentenstelle informiert werden, da unter Umständen eine Anrechnung auf die Witwenrente vorgenommen wird. Die Rentenversicherung erfährt auf alle Fälle von dieser Beschäftigung, da auch kurzfristige Beschäftigungen unter der persönlichen Versicherungsnummer an die Minijobzentrale gemeldet werden. Siehe auch:  Hinzuverdienstgrenze bei Witwenrenten

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